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Fünf Bücher, die ihr unbedingt gelesen haben solltet (1)

Seit fast drei Monaten befinden wir uns aufgrund der Corona Pandemie in einem absoluten Ausnahmezustand. Wir dürfen uns nicht mehr treffen, Geschäfte sind geschlossen, der Urlaub fällt ins Wasser und gearbeitet wird von zu Hause. Um nur mal ein paar Dinge anzusprechen. 

Ich nutze die Zeit zu Hause, um meiner ewig verschollenen Leseleidenschaft nachzukommen und wieder mal richtig viel zu lesen. Wenn ich so auf mein sich füllendes Bücherregal schaue, wächst in mir das Bedürfnis, einigen Büchern ein Shout-out zu geben und sie mit euch zu teilen. Hier sind meine absoluten Favoriten! Also los geht’s! 


5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen – Bronnie Ware

Dieses Buch war für mich ganz besonders emotional, weil hier Bronnie Ware von ihren Erfahrungen als Sterbebegleiterin erzählt. In diesem Buch berichtet sie über Begegnungen und Gespräche mit Sterbenden und beleuchtet dabei, zu welchen Einsichten und Erkenntnisse die Menschen in ihren letzten Wochen, Tagen und Stunden kommen. Anhand von herzergreifenden Beispielen aus ihrer täglichen Arbeit fasst sie fünf Dinge zusammen, die aus ihrer Sicht die Sterbenden am meisten bereuen. Ich als Leserin bin nicht drum herumgekommen, mir die Frage zu stellen, was ich am Lebensende bereuen könnte und wie ich mein Leben jetzt gestalten muss, um am Ende zufrieden zurückblicken zu können.

Parallel zu ihrer Erzählung über ihre Arbeit öffnet sie den Lesenden ihr Herz und gibt tiefe Einblicke in ihr eigenes Seelenleben. Für mich persönlich schafft es kaum ein/e andere/r Autor/in, eine solche Nähe und Mitfühlen herzustellen. Neben den Erfahrungen als Sterbebegleiterin, fasziniert mich ihr persönlicher Lebensweg. Nachdem sie im Ausland gelebt hat und bewegende Erfahrungen überall auf der Welt gemacht hat, kommt sie schließlich zu der Arbeit, bei der sie Kranke und Alte in ihren letzten Momenten begleitet. Ganz ehrlich und authentisch lässt sie im Buch daran teilhaben, was dieser Job sie fühlen lässt und wie hin und hergerissen sie ist zwischen dem Bedürfnis zu helfen und ihren eigenen Kräften. 

Das Buch kann ich jeder Person empfehlen, die sich mit der Frage beschäftigt, was im Leben wirklich wichtig ist. Das Buch eröffnet zudem Gedanken an das Leben nach dem Tod und die Ewigkeit. 


 Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott – William P. Young

Die Hütte ist ein Buch, das wohl in keinem christlichen Haushalt fehlt. Und meiner Meinung nach ist der Hype auch berechtigt! In dem Buch geht es darum, dass der Familienvater Mack nach dem tragischen Verlust seiner Tochter in völliger Verzweiflung ein Wochenende in einer Hütte verbringt. Ein Wochenende mit Gott – wie der Titel bereits verrät. Wer jetzt glaubt, dass Mack die Tage mit gefalteten Händen und geschlossenen Augen in Gebet verbringt, der irrt! Die Begegnung mit Gott ist weitaus realer – der Vater, der Sohn Jesus Christus und der Heilige Geist werden als Afroamerikanerin, hebräischer Handwerker und asiatische Frau verkörpert. Was mir in Erinnerung geblieben ist, sind die unfassbar guten Dialoge, die sprachlich einfach auf den Punkt sind. 

In der Hütte verbringen Mack und der dreieinige Gott eine intensive Zeit. Mack klagt Gott an. Er stellt voller Verzweiflung Fragen. Er fleht unerbittlich, sein Kind wiederzubekommen. Diese Kämpfte mit Gott – zwischen Bitten, Flehen, Anklagen und Hinterfragen – kennt glaube ich jede gläubige Person. 

Das Buch kann ich jeder Person empfehlen, die durch eine bildhafte Sprache, die Beziehung zwischen Vater, Sohn und Heiligen Geist neuentdecken möchte und damit Gott auf eine sehr sympathische Art noch besser kennenlernen will. 


Everybody Always – Bob Goff

Schon wenn ich an dieses Buch denke, muss ich lächeln. Das ist das wohl leichteste Buch meiner fünf Favoriten. Geschrieben wurde es von dem amerikanischen Anwalt und Christ Bob Goff, der mit seinen verrückten Geschichten und Erlebnissen mit Gott den Lesenden immer wieder neu überrascht. Auf eine unbeschwerte und humorvolle Weise erzählt er in kurzen Kapiteln Geschichten aus seinem Leben mit Gott. Bob Goff spricht nicht nur darüber, dass wir unsere Mitmenschen lieben sollten, sondern wird auch selbst ganz praktisch tätig. In seiner Non-Profit Organisation Love Does setzt er sich für Bildungsgerechtigkeit und Menschenrechte für Kinder in früheren Kriegsländern ein. Von diesen Erfahrungen berichtet er auch im Buch Everybody Always. Die Punkte auf dem Buchcover, die Luftballons darstellen sollen, sind übrigens Fingerabdrücke von Kindern aus Uganda. 🙂

Das Buch von Bob Goff empfehle ich jeder Person, die durch kurze Zeugnisse ermutigt werden möchte, Jesus ins Herz zu lassen und unsere Nächsten immer zu lieben (daher auch der Titel – Everybody, always).


Unterwegs in die nächste Dimension: Meine Reise zu Heilern und Scharmanen – Clemens Kuby

In dem Buch Unterwegs in die nächste Dimension geht es um das Thema Selbstheilung. Dabei spricht Clemens Kuby aus eigener Erfahrung. Nach einem Sturz war er zunächst querschnittsgelähmt, bis schließlich eine Spontanheilung einsetzte und ihn körperlich wieder völlig hergestellt hat. In dem Buch beschreibt er, wie bei Heilung der Körper, der Geist und die Seele zusammenhängen. 

Dieses Buch ist unter meinen Favoriten, weil es einfach für mich eine sehr andere Perspektive bietet. Durch meinen Glauben lese ich tendenziell eher christliche Bücher. In diesem Buch betrachtet der Autor das Thema Selbst- und Geistesheilung aus einem buddhistischen Blickwinkel. Er berichtet von Begegnungen mit Heilern und Scharmanen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen. So besucht er Mönche in Tibet und Medizinmänner im Amazonasgebiet. Immer auf der Suche nach unterschiedlichen Heilmethoden. Für mich wirft das Buch viele Fragen auf. Wie soll so eine Spontanheilung gehen? Sind die Scharmanen wirklich gerade in Trance oder spielen die das einfach nur? Ist das nicht alles nur Einbildung? 

Das Buch von Clemens Kuby empfehle ich jeder Person, die andere Kulturen genauso spannend findet wie ich und neugierig auf die Selbstheilungskräfte von Geist und Körper ist. 


Leben mit Vision: Wozu um alles in der Welt lebe ich? – Rick Warren 

Dieses Buch ist wahrscheinlich das Buch, was mich von allen fünf Büchern am meisten nachhaltig bewegt hat. Es ist kein Buch, was man als Roman liest, sondern es ist ein echtes „Arbeitsbuch“. In vierzig kurzen Kapiteln, die man in vierzig Tagen lesen soll, nähert man sich der Antwort auf die Frage, wozu wir Menschen eigentlich auf der Welt sind. Aus dem Buch geht hervor, dass wir nicht auf der Welt sind, um jeder drei Nobelpreise zu gewinnen, viel Geld zu verdienen oder Ruhm zu erlangen, der über unseren Tod hinausgeht. Der Sinn des Lebens ist aus einer göttlichen Perspektive gar nicht mal so fancy, sondern viel simpler. 

Im Moment höre ich mir jeden Tag ein Kapitel als Hörbuch an und notiere mir die wichtigsten Aussagen. Insbesondere in der jetzigen Coronazeit hilft es mir, wenn ich mir morgens eine Portion Ermutigung abhole und realisiere, dass vielleicht doch nicht alles so schlimm ist, wie ich manchmal denke. Übrigens glaube ich nicht, dass das Buch nur etwas für Christen ist. Immerhin ist es das meistverkaufte Sachbuch Nordamerikas! Vielmehr hält es für jeden eine Ewigkeitsperspektive bereit, der an etwas wie Gott glaubt. Ich denke, dass wir uns alle regelmäßig fragen, was unsere Aufgabe und unsere Rolle – unser ganzer Sinn – auf der Welt ist.

Deshalb empfehle ich jeder Person dieses Buch, die sich fragt, wozu um alles in der Welt sie lebt. 

Welche Bücher tragen euch im Moment durch diese Zeit? Habt ihr schon eines meiner fünf Lieblingsbücher gelesen? Und wenn ja, wie fandet ihr sie?  Welche Bücher könnt ihr empfehlen?

Schreibt uns gern eure Meinungen in die Kommentare! 

1 Kommentare

  1. Desi sagt

    Wow, schön geschrieben. Du hast es auf jeden Fall geschafft, mich neugierig zu machen!

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